Pressearchiv 2008

Wehrmacht suchte den Weg über die Welse

Erinnerung an Kriegstote im April 1945

[...In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 überrolte die Front des Zweiten Wletkrieges die Uckermark. Bis heute erinnern Kriegsgräber an vielen Orten an tragische Stunden dieser Zeit. Noch immer sind die Namen zahlreicher Gefallener nicht bekannt...]

In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 überrolte die Front des Zweiten Wletkrieges die Uckermark. Bis heute erinnern Kriegsgräber an vielen Orten an tragische Stunden dieser Zeit. Noch immer sind die Namen zahlreicher Gefallener nicht bekannt.

Wir stehen auf dem Friedhof von Herrenhof, angelegt auf einem sanften Hang. Bis vor kurzem war mir nicht bekannt, dass sich hier seit 1945 die letzte Ruhestätte von 40 Fallschirmjägern des einstigen Regiments Kratzert befindet. Und das, obwohl ich als Heimtforscher den Schicksalen der Gefallenen dieser Truppe nachgegangen bin. Die meißten Toten waren 17-jährige.
Was bis heute kaum bekannt ist: In Stendells Umgebung floss am 26, April 1945 noch viel Blut. Das hatte strategische Gründe. Denn von drei Welsebrücken war bei Stendell eines der Hoffnungslöcher, durch die der Wehrmachts-Rückzug von der Oder-Front noch hindurchflutete. Hier sollte auch der restbestand des Battalions von Major Rudolf Reil hindurch, der aus dem Abschnitt Gatow kam.
Im Mai 2001 begegnete ich dem einstigen Adjutanden des Majors, dem Leutnant Otto Bernhardt. Er war gegen Ende des Krieges 24 Jahre alt und gehörte zu den Überlebenden der gewaltigen Kämpfe vom 20. und 21. April an der Schwedter Querfahrtsschleuse. Nach seinen Angaben kam Rückmarsch der rund 250 Leute über Kummerow, Stendell, Grünow und Stegelitz an der Autobahn der 27-jährige Kompaniechef Walter Peine im Feuer sowjetischer T-34 Panzer ums Leben. Seine Grabstelle zwischen dem Dorfrand Stendell und der Försterei Torfbruch ist bis heute unbekannt.
Nach Informationen von Otto Bernhardt soll es zwischen Grünow und Herrenhof einen Gegenangriff gegeben haben. Die Verzweiflungstat hatte wohl den Sinn, sich die Verfolger vom Hals zu halten. Denn bei Schönermark-Biesenbrow musste die Welse ein viertes Mal überwunden werden. Bei diesem Nachtgefecht vom 26. und 27. April müssen die Soldaten gefallen sein, die heute auf dem Friedhof von Herrenhof liegen. Leider sind die meißten namenlos geblieben, obwohl es in den 50-igern Jahren eine Namensliste mit Skizze gegeben haben soll.
Bei einer Buchlesung mit dem Stendeller Dorfverein wurden diese Ereignisse aus den letzten Kriegstagen wieder ins Bewusstsein geholt. Denn das Geschehen vor Ort ist nur noch wenigen alten Einwohnern bekannt. Und Zeugen gab es damals nur wenige.
Heute noch lebende Kriegsteilnehmer trafen sich bis 2006 regelmäßig bei Angermünde und Steinhöfel zum Gedenken an die sinnlos geopferten Schulfreunde. Die meißten von ihnen ahnten ebenfalls nicht, dass die Erinnerungsstätte in Herrenhof zu ihrer früheren Einheit gehörte.

Von Günther Ballentin
MOZ 04.05.2008


04.05.2008 | Ortsbeirat Stendell
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