Die Stendeller Dorfkirche

Um 1250 wurde die Stendeller Dorfkirche gebaut. Sie befindet sich am zentralen Platz der Gemeinde, gegenüber der Wallanlage.

Die Dorfkirche von Stendell, im Kern ein rechteckiger Feldsteinbau, stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde mehrfach erneuert, erstmals wahrscheinlich um 1608, dann 1704. Eine durchgreifende Veränderung erfuhr sie im Jahre 1876. Zu diesem Zeitpunkt entstanden auch die Apsis aus Backstein am Ostschluss der Kirche mit drei Spitzbogenfenstern und der Backsteinturm. Der quadratische Turmaufsatz ist holzverbrettert. Er wurde mit einer ebenfalls mit Holz verkleideteten, achteckigen Laterne versehen. Darauf sitzt eine verschieferte Spitze. Die Turmform vor der Backsteinführung ist nicht bekannt. Möglicherweise hatte die Kirche zur Erbauungszeit nur ein einfaches Satteldach.

Die noch vorhandene Bronzeglocke mit einem Durchmesser von 62cm ist ohne Inschrift. Am Hals befinden sich mehrere Rundschilde und ein Dreiecksschild. Vermutlich stammt diese Glocke aus dem 14. Jahrhundert. Wer sie gegossen hat, ist nicht festzustellen. Im ersten Weltkrieg musste die zweite Glocke zur Munitionsherstellung abgegeben werden.

Im Jahre 1876 hat man die ehemaligen Rundbogenfenster etwas verkleinert und durch Spitzbogen ersetzt. Die Einfassung erfolgte Ebenfalls mit Backstein. Eine Besonderheit erinnert noch an die Erbauungszeit dieser Kirche im 13. Jahrhundert. Der Dachstuhl ist aus Kiefernholz im Original erhalten und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Dach ist mit alten Biberschwänzen bedeckt.

Die Innenausstattung der Kirche aus dem Jahre 1876 ist schlicht und einheitlich gestaltet. Dazu gehört auch ein zweiteiliger Taufstein, eine Gipsarbeit im Dekor der Einrichtung. auch die Bleiglasfenster aus der Apsis stammen aus dieser Zeit.

Im Jahre 2001 erfolgte dann die Notsanierung des Kirchturms.

Freundeskreis "Feldsteinkirche Stendell"


Im Dezember 2002 hat sich der "Freundeskreis Feldsteinkirche Stendell" gegründet und es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt der Stendeller Feldsteinkirche als ortsprägendes kulturhistorisch wertvolles Gebäude zu sorgen.